Nymphen

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In der antiken Sage niedere Naturgottheiten, oft Töchter des Zeus; schöne, junge Mädchen, in freier Natur mit Reigentanz, Gesang und Spiel beschäftigt; mitunter als Begleiterinnen von Göttern, die in der Natur wirkten (Apollon, Dionysos, Artemis), oder in Gemeinschaft mit Satyrn. Sie spendeten Segen und Fruchtbarkeit (Hyaden, Bedeutung des Wassers in südlichen Ländern), konnten den Menschen jedoch auch gefährlich werden (Hylas, Daphnis). Man teilte die Nymphen nach den Naturbereichen ein, in denen sie wirkten. Die Najaden gehörten zu Quellen, Teichen, Seen, sie wohnten im Wasser selbst oder in benachbarten Grotten. Die Nereiden lebten im Meer. Die Oreaden hielten sich in den Bergen und Wäldern auf. Die Dryaden wohnten in Bäumen. Während die übrigen Nymphen als langlebig, aber nicht unsterblich galten, glaubte man, daß Dryaden mit dem Leben ihres Baumes endeten; besonders galt das für die Hamadryaden, die "zugleich" (griech. hama) mit dem Baum starben. Der Übergang zwischen den Nymphengruppen ist fließend. Vielfach wurde eine bestimmte Nymphe einem bestimmten Gewässer oder Ort zugeteilt. Viele Lokalsagen sind mit den Nymphen verbunden, die in alten ländlichen Kulten verehrt wurden (Altäre, Grotten). Sie erhielten von der Landbevölkerung unblutige Opfer und Weihgeschenke.


 Letzte Änderung: 22.04.2006