Okeanos

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Dt. Ozean. Die ältesten Griechen stellten sich wie altorientalische Völker den Okeanos als einen die bewohnte Erdscheibe umgebenden Strom, erst später - nach der Entdeckung der fast völligen Geschlossenheit des Mittelmeers (bis auf Gibraltar, die "Säulen des Herakles") - als das die Kontinente umgebende, oder von diesen selbst umgebene große Weltmeer (das "äußere Meer" im Gegensatz zum Mittelmeer, dem "inneren Meer") vor. Diese Alternative hinsichtlich der Verteilung von Land und Meer auf der Erdoberfläche wurde nach der Entwicklung der Theorie der Kugelgestalt der Erde aktuell und ist uns schon bei Platon und Aristoteles greifbar. Auf Grund der Entdeckung des Einflusses des Mondes auf Ebbe und Flut sah man den Okeanos als Vermittler zwischen den Gestirnen und der Erde an (Weltsympathie). Im bzw. am Okeanos lokalisierten die Griechen seit Homer eine Reihe phantastischer Inseln, Länder und Völker.

Nach der ältesten genealogischen Spekulation der Griechen soll Okeanos ein Titan, Sohn des Uranos und der Gaia und der Gemahl der Thetys gewesen sein, mit der er die Flüsse und Okeaniden zeugte.


 Letzte Änderung: 22.04.2006